Rehe II im Winterschlaf

Am Sonntagabend ging es für uns zur aufstrebenden jungen Truppe von Hermsd./ Waidmannslust. Der Trainer hatte im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen, dass es trotz des deutlichen Hinspielsieges (26:13) ein schwieriges und wohl enges Spiel werden wird.

Betrachtet man das Spiel aus unserer Sicht erst ab der 20. Spielminute , traf die Voraussage auch zu. Zwar spielte man in Abwehr wie im Angriff nicht überzeugend, doch man zeigte Kampfgeist und schaffte es immer wieder durch gute individuelle Leistungen zu Toren oder 7m zu kommen. Damit wären wir aber auch schon beim Highlight des abends. 6 Tore bei 7 Versuchen vom 7m- Punkt. Leider liessen die Rehe diese Konsequenz in allen anderen Bereichen vermissen. Gefühlte 10 Tore wurden uns allein durch „Übertreten“ abgepfiffen und das selbst wenn man frei auf das Tor zulief. Auch von den geforderten Abläufe im Angriff war so gut wie nichts zu sehen!

Tja und dann waren da noch die ersten 20 Minuten des abends. Man kann es als Winterschlaf oder mannschafltichen Black Out bezeichnen, defakto war es ein Desaster Das Spiel war danach eigentlich entschieden (komische parallele zum gleichzeitig laufendem EM- Finale). Unsere bis dato absolut überzeugende Defensive und Torfrau fanden überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner. Ohne jeglicher Aggressivtät und Einsatzbereitschaft schaute man zu, wie uns praktisch 2 Spielerinnen zerlegten. Da man gleichzeitig die eigenen Möglichkeiten konsquent nicht nutzte, kam es dazu das man nach 20 Minuten mit 1:11 in zurücklag. Erst die letzte taktische Umstellung auf eine 6:0 Deckung sorgte dafür, dass die Mannschaft sich stabilisierte und nur mit einem 6:11 Rückstand in die Kabine ging.

Fortan entwickelte sich das Spiel ausgeglichen, allerdings gelang es den Rehen nicht mehr den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Auch eine doppelte Manndeckung brachte nicht mehr die entscheidende Wende. So mussten wir uns den jungen Gastgeberinnen hochverdient mit 23:17 geschlagen geben und unsere 2. Saisonniederlage einstecken. Das war definitiv nicht unser Abend. Sicher kein Trost, aber der dänischen Nationalmannschaft erging es parallel noch schlimmer 😉