1. Männer: …gewonnen, aber wie…

Abhaken, Mund abputzen, nächstes Spiel. Viel mehr ist zu diesem hart erkämpften 26:25-Sieg der 1.Männer gegen BTV 1850 III eigentlich nicht zu sagen. Der erste Auftritt im neuen Jahr zeigte, dass die Pause der Mannschaft nicht gut getan hat.

Bereits durch das knappe Hinspielergebnis gewarnt, waren sich Trainer und Mannschaft bewusst, dass der BTV 1850 III nicht auf die leichte Schulter genommen werden durfte.
Bereits zu Beginn des Spiels zeigte sich, wie die Partie verlaufen würde. Der Gast aus Kreuzberg trug seine Angriffe langsam und bedächtig vor, die Rehe versuchten mit Tempo auf die Lücken des Gegeners zu stoßen, um erfolgeich zum Abschluss zu kommen.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (1:1, 2:2, 3:3), konnten sich die Rehe zur Mitte der ersten Halbzeit ein wenig absetzen (9:5). In der Folge stellten die Hausherren das Spiel jedoch fast komplett ein. Es wurde sich in Sachen Tempo dem Gegner angepasst. Passend dazu ließ die Mannschaft die nötige Aggressivität in der Abwehr und die Kaltschnäuzigkeit im Angriff vermissen.
Die Gäste verkürzten Schritt für Schritt den Abstand und zur Halbzeit stand es 12:11 für die Rehe.

Nach einer ordentlichen Standpauke in der Kabine, folgte der Gipfel der Unmöglichkeit. Die Rehe starteten mit 0:4 aus der Kabine und lagen plötzlich mit 12:15 hinten. Es dauerte bis zum 16:16 bis der BTV wieder eingefangen war.
Wer jetzt gedacht hat die Mannschaft würde sich am Riemen reißen irrte gewaltig. Weiter pomadig und ohne Esprit, war man drauf und dran die Punkte gegen einen Gegner der sicherlich am Limit spielte, aber handballerisch doch sehr durchschaubar war, liegen zu lassen. Der BTV ging erneut in Führung (19:21, 20:22, 21:23) und langsam wurde die Zeit knapp. Durch eine sehr offensive Deckung und einen Kraftakt, der bei normaler Leistung nicht nötig gewesen wäre, musste der Karren aus dem Dreck gezogen werden. 20 Sekunden vor Schluss konnte durch einen Siebenmeter das entscheidene 26:25 erzielt werden.
Entsprechend unzufrieden zeigte sich Trainer M.Sterz nach dem Spiel:“Wer aufgrund der Ergebnisse am Jahresende denkt, dass wir nichts mehr investieren müssen und jeden Gegner im vorbeigehen wegputzen, der hat sich getäuscht. Wir müssen jedes Spiel und jeden Gegner zu 100% Ernst nehmen, sonst können wir unsere Ziele nicht erreichen. Die heutige Leistung war indiskutabel und ich erwarte im nächsten Spiel von jedem eine deutliche Steigerung in Sachen Einstellung und Engagement.  Die Jungs können sich auf eine sehr harte Trainingswoche einstellen.“

Vielen Dank an den Unparteiischen, das Kampfgericht und die Fans.

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